Auch Kostorz verlässt die Giants

Die 26-jährige Außenangreiferin hat beim Ligarivalen Skurios Volleys Borken einen Einjahresvertrag unterschrieben.

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Sina Kostorz wird den Fans und Freunden der Giants als überaus leidenschaftliche Spielerin in Erinnerung bleiben. Foto: Susanne Schürkamp

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Abgang Nummer drei steht fest: Sina Kostorz verlässt den Volleyball-Zweitligisten TV Gladbeck Giants. Die 26-jährige Außenangreiferin hat jetzt einen Vertrag mit einjähriger Laufzeit bei Skurios Volleys Borken unterschrieben. Zuvor hatten sich bereits Courtney Windham und Lisa Thomsen vom TVG verabschiedet.

Sieben MVP-Medaillen gewonnen
Kostorz war, wie Windham und Thomsen, eine feste Größe im Aufgebot der Blau-Weißen. Und mehr als das: In der vergangenen Saison war sie die Aktive der Giants, die nach den Ligapartien am häufigsten als wertvollste Spielerin (MVP) der Gladbeck ausgezeichnet worden ist. Insgesamt sieben Medaillen durfte Kostorz im Verlauf der Runde 2016/2017 in Empfang nehmen.

In Borken präsentierten die Skurios Volleys Sina Kostorz jetzt als „eine absolute Wunschspielerin“ für die Position im Außenangriff. Zum 1. Juli werde sie offiziell das Training mit der Mannschaft in Borken aufnehmen. Skurios Teammanager Uli Seyer sagte: „Unser Co-Trainer Markus Friedrich hat ganze Arbeit geleistet. Er ist verantwortlich für die Verhandlungen mit Spielerinnen. Im Falle von Sina waren wir sicherlich nicht der einzige Verein, der an sie herangetreten ist. Wir freuen uns sehr, eine solche Verstärkung fürs Team vermelden zu können.“

Ehe Sina Kostorz nach Borken wechselt, nimmt sie noch im Juni mit der Militär-Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft in Jacksonville/USA teil. Schon zweimal spielte die frühere Zeitsoldatin bei einer Militär-WM - einmal belegte das deutsche Team den zweiten und einmal den dritten Platz.

Die in Zwickau geborene Sina Kostorz wuchs in Südafrika auf. In Berlin war sie für den VC Olympia am Ball. Sie kam in der Jugend- und Juniorennationalmannschaft zum Einsatz. 2009 zog es sie erstmals in den Westen, genauer: zum Erstligisten USC Münster. Anschließend wechselte Kostorz zum Allgäu Team Sonthofen und schließlich zu Nawaro Straubing, wo sie mit Courtney Windham und Kendall Cleveland zusammenspielte. Mit den beiden US-Amerikanerinnen kam sie anno 2015 zum TV Gladbeck.

WAZ - 01.06.2017, Thomas Dieckhoff