Holländer folgt auf Packeisen

Das langjährige Mitglied des TV Gladbeck ist ab sofort für das sportliche Management der Giants verantwortlich

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Stephan Holländer übernimmt in der Volleyball-Abteilung des TV Gladbeck im sportlichen Management die Nachfolge von Andreas Packeisen. Foto: Lutz von Staegmann

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Der neue Mann an der Spitze der Volleyballer des TV Gladbeck ist ein alter Bekannter. Stephan Holländer übernimmt im sportlichen Management die Nachfolge von Andreas Packeisen und ist damit auch für die Zukunft des Zweitligisten verantwortlich.

Seit 40 Jahren ist Stephan Holländer Vereinsmitglied beim TVG. Angefangen hat er als Spieler, war anschließend als Trainer aktiv, ehe er eine Karriere als Schiedsrichter startete. Bis in die Bundesliga schaffte es der passionierte Volleyballer. „Ich habe dadurch viele Kontakt knüpfen können und war Teil des Ganzen“, sagt der neue Manager. 

Davon möchte er in seiner neuen Position natürlich profitieren, weiß aber auch, dass er auf die Unterstützung der Vorstandskollegen und seines Vorgängers angewiesen ist. „Für eine Person alleine ist es sehr viel. Andreas Packeisen wird deshalb auch erstmal der Ansprechpartner für die bestehenden Sponsoren bleiben, auch Ina Schultz wird weitere Verantwortung übernehmen“, so Holländer.

Er hat klare Vorstellungen davon, was er von sich selbst erwartet: „Ich möchte sehen, was die Wünsche der Spieler und Trainer sind und hoffe, dass es mir auch gelingt, über den Tellerrand hinaus zu schauen.“ So will er versuchen, alle rund 250 Mitglieder der Abteilung auf seinem Weg mitzunehmen.

Der Fokus liegt natürlich auf der ersten Mannschaft. Die Lizenzierung ist auf den Weg gebracht, jetzt geht es darum, ein schlagkräftiges Team für die neue Zweitligasaison aufzustellen. „Mit der vergangenen Spielzeit bin ich, gerade weil wir so viele verletzte Spielerinnen hatten, zufrieden“, blickt Holländer zurück. Er erklärt, an welchen Stellschrauben gedreht werden soll: „Unser Ziel ist es, den Kader wieder breiter aufzustellen und zwölf Spielerinnen zur Verfügung zu haben.“ Diese sollen vorzugsweise aus der Region kommen. „Bis zur letzten Saison waren wir der einzige Damen-Volleyball Bundesligist im Ruhrgebiet. Da ist uns auch die regionale Verantwortung wichtig“, so Holländer.

Auch die eigenen Jugendspielerinnen sollen ihre Möglichkeiten bekommen, sich individuell weiterzuentwickeln. „Unsere Nachwuchsmannschaften haben sich stetig entwickelt. So soll es weitergehen“, sagt Stephan Holländer. Vor allem in der Qualität könne die Jugendarbeit sich noch verbessern. So soll es dem TVG gelingen, eine hohe Durchlässigkeit bis in die erste Mannschaft zu gewährleisten. Auf dem Weg dahin nimmt auch die zweite Mannschaft, die in der Regionalliga eine starke Saison gespielt hat, eine wichtige Position ein. Diese Mannschaft soll in Zukunft ein Sprungbrett für Talente sein, die möglicherweise das Zeug für die erste Mannschaft haben.

Unabhängig vom sportlichen Erfolg geht es ihm aber auch darum, dass sich die Vereinsmitglieder mit ihrem Klub identifizieren: „Volleyball ist ein Sport, bei dem Fairness und Respekt groß geschrieben werden. Das wollen auch wir vorleben.“

Von nun an mit einem neuen Mann, der hofft, die gleiche Unterstützung zu erfahren, wie sein Vorgänger – und der sich zwei primäre Ziele gesteckt hat: „Zum einen wollen wir für Kontinuität sorgen, zum anderen über die Jugendarbeit unsere Vereinsstrukturen stärken.“ Damit soll das Ziel des TVG, die Mannschaftssportart Nummer eins für Mädchen in Gladbeck zu werden, weiter verfolgt werden.

WAZ - 10.05.2017, Maximilian Lazar