„Das ist ein wichtiges Spiel“

Giants-Trainer Kittel hofft, dass seine Mannschaft gegen den BBSC Berlin die Niederlagen-Serie beendet. Die Partie steigt am Sonntag

Jil Döhnert hat sich bei den Giants gesund zurückgemeldet.

Wer sich am Freitag die Facebookseite des Frauenvolleyball-Zweitligisten BBSC Berlin angeschaut hat, hätte auf den Gedanken kommen können, dass die nächste Aufgabe des Hauptstadtteams eine ganz besondere im DVV-Pokalwettbewerb sei. Prominent angekündigt wird nämlich der Vergleich mit dem Dresdner SC am 11. November. Dabei müssen die Berlinerinnen doch vorher noch in Gladbeck antreten.

Am Sonntag, 5. November, um genau zu sein. Und zwar ab 16 Uhr in der Artur-Schirrmacher-Halle an der Konrad-Adenauer-Allee. Erwähnung fand dieses Spiel in den Sozialen Medien des BBSC jedoch mit keinem einzigen Wort. Darf daraus vielleicht abgeleitet werden, dass sich der Aufsteiger aus Treptow-Köpenick bereits jetzt ausschließlich auf die Pokalaufgabe gegen den Tabellenzweiten der 1. Bundesliga konzentriert?

BBSC trifft im Pokal auf Dresden
Das kann sich Til Kittel, der Trainer des TV Gladbeck, überhaupt nicht vorstellen: „Was bei Facebook steht, ist das Eine. Ich bin mir sicher, dass die Berlinerinnen die weite Reise nicht unternehmen werden, um uns die Punkte zu schenken.“ Dass der BBSC dem Vergleich mit Dresden entgegenfiebere, sei nachvollziehbar. „Das Spiel gegen diese Spitzenmannschaft ist für den Verein ein Highlight. Ich nehme es den Berlinerinnen nicht übel, dass sie sich in den Sozialen Medien auf diese Partie fokussieren. Das würden wir vermutlich genauso machen.“

Der BBSC Berlin ist als Aufsteiger sehr ordentlich in die Saison gestartet. Sieben Punkte hat die Mannschaft bereits geholt, damit nimmt sie aktuell den achten Tabellenplatz ein. Aber was heißt eigentlich Aufsteiger oder Neuling? Einige Spielerinnen waren einst bereits für den TSV Rudow Berlin und für den Köpenicker SC in der Zweiten Bundesliga aktiv. „Das ist“, sagt daher Til Kittel, „ein eingespieltes Team.“ Der Trainer der Giants bezeichnet den Gegner aus der Hauptstadt als sehr spielstark und überaus erfahren. Die eine oder andere Aktive sei schließlich auch schon in der 1. Liga am Ball gewesen. „Wir werden uns warm anziehen müssen“, mutmaßt Kittel.

Jil Döhnert kehrt ins Team zurück
Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie - am vergangenen Samstag verlor der TVG glatt mit 0:3 in Hamburg - hofft der Übungsleiter der Gladbeckerinnen mal wieder auf einen Erfolg seiner Mannschaft. „Das ist ein wichtiges Spiel“, sagt er. Eines möchte Kittel, der sich wie in der vergangenen Saison momentan noch nicht für die Tabelle interessiert, nämlich nicht: mit seiner in Teilen neu formierten, sehr jungen Mannschaft in den Abstiegsstrudel geraten. Die Gladbeckerinnen können fast in Bestbesetzung in die Begegnung mit dem BBSC Berlin gehen. Jil Döhnert, die in Hamburg erkrankt passen musste, hat sich in der Trainingswoche gesund und munter zurückgemeldet. Ausfallen wird dagegen weiterhin Kapitänin Katharina Friedrich.

WAZ - 04.11.2017,Thomas Dieckhoff


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