Den Giants gehen die Endspiele aus

Auf den Pflichtsieg in Schwerin folgt eine 1:3-Niederlage in Berlin. Die Leistung der grippegeschwächten Gladbeckerinnen stimmt. Der Klassenerhalt ist aber weit weg

Sie stemmten sich gegen die Niederlage, zeigten kein schlechtes Spiel – aber verloren trotzdem. Foto: Susanne Schürkamp

VCO Schwerin - TV Gladbeck GIANTS -- 1:3 (22:25, 19:25, 26:24, 16:25)
BBSC Berlin - TV Gladbeck GIANTS -- 3:1 (25:21, 19:25, 25:22, 25:20)

Der Blick auf den Spielberichtsbogen spricht Bände. „Und da waren noch drei dabei, die nicht spielfähig waren“, ergänzt Til Kittel, Trainer der Gladbecker Zweitliga-Volleyballerinnen. Die haben an diesem Wochenende zwar mal wieder Punkte geholt, der Dreier beim VCO Schwerin ist aber zu wenig. Das 1:3 beim BBSC Berlin am Sonntag raubt den Gladbeckerinnen fast jede Chance, auch in der kommenden Saison in der 2. Volleyball-Bundesliga zu spielen. Trainer Kittel äußerte sich nach der Niederlage in der Hauptstadt enttäuscht: „Die Grippewelle war schlimmer als angenommen. Dafür haben wir es ganz ordentlich gemacht. Aber das hilft uns jetzt auch nicht.“

Nele Borkenhagen, Katharina Schillerwein und Sarah Overländer waren direkt zu Hause im Bett geblieben, Jil Döhnert, Anne Paß und Lea Adolph machten den Wochenend-Trip nach Nordosten zwar mit, waren aber nicht einsatzfähig.

Der Doppelspieltag sollte der Wendepunkt dieser verkorksten Saison werden, mit fünf oder sechs Punkten hätten sich die Gladbeckerinnen zurück gemeldet. Dazu musste zunächst am Samstag ein Sieg beim VCO Schwerin her. Das Team vom Olympiastützpunkt hatte in dieser Saison gerade einmal einen Punkt gewonnen, und dabei blieb es auch

3:1 siegten die Gladbeckerinnen. Nach dem 24:26 im dritten Satz sorgten sie mit einem 25:16 im Vierten für klare Verhältnisse. „Aber es war kein schönes Spiel“, räumte Kittel ein. Die Gladbeckerinnen waren erstmals seit langem favorisiert, spielten sehr nervös – aber erledigten die Aufgabe ohne Punktverlust und blieben damit auf Kurs – und weiter ging es in die Hauptstadt.

Da herrschte dann am Sonntagmorgen im Hotel endgültig Klarheit, dass Paß, Döhnert und Adolph erneut nicht mitspielen könnten. Und das besiegelte am Ende des Tages auch die Niederlage beim Berlin Brandenburger Sportclub.

„Es war wie so häufig die Annahme“, erklärte Kittel, „alle drei Annahmespielerinnen sind ausgefallen. Das konnten wir nicht kompensieren.“ Die Satzergebnisse waren zwar knapp, die Gladbeckerinnen liefen aber fast immer hinterher, nach 110 Minuten stand das 1:3 fest. Und damit auch, dass die Lage der Giants in der Tabelle immer aussichtsloser wird.

Fünf Spiele stehen noch aus, in denen Gladbeck sechs Punkte auf Bad Laer aufholen muss. Es kommt zwar noch zum direkten Duell, das Restprogramm macht den Gladbecker Klassenerhalt aber höchst unwahrscheinlich: Es geht noch gegen die besten vier Teams der Liga. Aufgeben will Til Kittel aber nicht: „Jetzt müssen wir gegen einen von oben gewinnen.“ Mindestens.

TV Gladbeck GIANTS: Paß, Röwer, Becker, Janssen, Möller, Döhnert, Krefting, Friedrich, Adolph, Emming, Reinhold, Agae

WAZ - 19.02.2018, Philipp Ziser


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