Giants brauchen jetzt ein Wunder

TV Gladbeck kassiert gegen den TSV Bayer Leverkusen eine 1:3-Niederlage. Zwei Spieltage vor dem Saisonende trennen die Blau-Weißen vier Punkte vom rettenden Ufer

Jana Röwer mit einer erfolgreichen Angriffsaktion.

TV Gladbeck GIANTS - TSV Bayer 04 Leverkusen -- 1:3 (25:21, 14:25, 9:25, 22:25)

Jetzt kann nur noch ein Volleyball-Wunder die Giants des TV Gladbeck vor dem Abstieg retten. Der Rückstand der Blau-Weißen beträgt nach der 1:3-Heimniederlage gegen den TSV Bayer Leverkusen weiterhin vier Punkte - und es sind nur noch zwei Spieltage, bis die Saison in der Zweiten Frauenvolleyball-Bundesliga endet.

„Hoffnung gibt es immer“, sagte Giants-Trainer Til Kittel in Anschluss an die Begegnung mit dem Tabellendritten. Und weiter: „Es hat sich gezeigt, dass wir mitspielen können, auch gegen Leverkusen.“ Picabo Reinhold, Zuspielerin des TV Gladbeck, von Bayer-Coach Zhou Zhong Yu zur wertvollsten Spielerin ihres Teams gewählt, äußerte sich mit Blick auf die prekäre Lage folgendermaßen: „Ich bin immer optimistisch.“

Der Spielplan will es jedoch, dass am Samstag, 7. April die beiden verbliebenen Gladbecker Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, der SV Bad Laer und der VC Allbau Essen, im direkten Duell aufeinander treffen. Nur ein Ergebnis in dieser Partie könnte dem TVG helfen - nämlich ein 3:2-Erfolg des VC Allbau Essen - drei Punkte der Giants im Spiel gegen die Stralsunder Wildcats vorausgesetzt. Alle anderen Resultate der Kontrahenten würden hingegen bereits am vorletzten Spieltag den Abstieg des TV Gladbeck bedeuten.

Giants beginnen stark
Gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen zeigten die Blau-Weißen zunächst eine starke Leistung. Der 0:3-Rückstand der Gäste war schnell aufgeholt. Als es 6:3 hieß, nahm Bayer-Trainer Zhou Zhong Yu seine erste Auszeit. Die Gladbeckerinnen ließen aber nicht locker. Es war schließlich Picabo Reinhold, die den Satzgewinn für den Gastgeber perfekt machte.

Sollte dem TV Gladbeck, der sich am Wochenende zuvor mit einem glatten 3:0-Erfolg in Bad Laer im Abstiegskampf zurückgemeldet hatte, hatte, ausgerechnet gegen seinen Angstgegner tatsächlich eine Überraschung gelingen? Nein, das sollte nicht glücken. Leverkusen, das bekannt dafür ist, schwach zu starten, steigerte sich nämlich im weiteren Verlauf der Partie, während die Giants Konstanz vermissen ließen. Satz Nummer zwei ging deutlich mit 25:14 an Bayer, Satz Nummer drei sicherten sich die Gäste überaus deutlich mit 25:9. „Wir mussten“, sagte Til Kittel später mit Blick auf diese beiden Durchgänge, „die individuelle Klasse von Leverkusen anerkennen.“

Im vierten Satz bewies das die Mannschaft um Kapitänin Katharina Friedrich wieder Kampfgeist. Mit Herz und Hingabe und der Unterstützung des Publikums in der Schirrmacher-Halle wehrte sie sich jetzt gegen die drohende Null-Punkt-Niederlage. Die Leverkusenerinnen lagen zwar stets knapp mit einem, zwei oder maximal drei Punkten in Führung, es gelang ihnen aber nicht, die Giants entscheidend abzuschütteln. Friedrich spielt den Ball ins Aus Beim Stand von 24:21 hatte Bayer ungeachtet dessen den ersten Matchball - Kapitänin Anna Hoja setzte ihre Angabe ins Netz. Es hieß aus TVG-Sicht 22:24. In der nächsten Aktion jedoch spielte Katharina Friedrich den Ball ins Aus.

Das war’s.

TV Gladbeck GIANTS: Schillerwein, Overländer, Röwer, Becker, Janssen, Borkenhagen, Möller, Döhnert, Krefting, Friedrich, Adolph, Emming, Reinhold, Agae

WAZ - 26.03.2018, Thomas Dieckhoff


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