Klassenunterschied ist erkennbar

Giants des TV Gladbeck unterliegen dem Spitzenreiter aus Köln glatt mit 0:3. Sophie Emming muss ins Krankenhaus gebracht werden

Auf verlorenem Posten: Katharina Schillerwein wurde wieder und wieder gesucht – immer wieder aber kam sie nicht am Kölner Block vorbei. Hier sind ihr in Gelb Viola Torliene (14) und Melanie Preußer im Weg. Foto: Heinrich Jung

TV Gladbeck GIANTS - DSHS Snowtrex Köln -- 0:3 (16:25, 9:25, 14:25)

Hallensprecher Michael Reschke begrüßte die Zuschauer optimistisch in der Artur-Schirrmacher-Halle: „Unsere Gäste aus Köln haben erst vier Niederlagen, aber die sind interessant verteilt. Es gibt immer drei Siege – eine Niederlage. Drei Siege – eine Niederlage. Zuletzt haben sie dreimal in Folge gewonnen ...“ Wenn man so will sprach also die Statistik für die Giants des TV Gladbeck vor dem Duell mit den Snowtrex Köln, auch wenn der Tabellenvorletzte gegen den Ersten spielte. Mehr aber auch nicht – das Duell endete erwartet eindeutig 0:3 aus Giants-Sicht.

Auf dem Parkett sah es nämlich quasi so aus: Drei Punkte für Köln – einer für Gladbeck. Drei für Köln – einer für Gladbeck. Der erste Satz war nach knapp 20 Minuten beendet. Über 0:3, 1:5, 5:12 und 13:21 hielten die Giants nicht mit den Kölnerinnen mit, Endstand 16:25.

Der zweite Satz begann mit deutlich längeren Ballwechseln und auch einigen Gladbecker Erfolgen, die beim 6:5 noch führten. Dann folgten acht Kölner Punkte in Folge (zum 6:13) und direkt danach zwölf in Serie, 9:25. Der dritte Satz war auch schnell entschieden, von 2:2 zog Köln auf 2:12 weg, die Gladbeckerinnen kämpften sich immerhin noch tapfer zum 14:25, bevor das Spiel wie befürchtet schon nach knapp 70 Minuten zu Ende war. Die Mini-Chance auf den Klassenerhalt schrumpft damit weiter. Aber wenn die Giants absteigen, dann lag es nicht an diesem Spiel. Zwischen den beiden Teams lag ein Klassenunterschied.

Emming verletzt sich früh
Die Giants mussten bereits nach wenigen Punkten auf Libera Sophie Emming verzichten, die nach einem Zusammenprall mit der Schulter von Katharina Friedrich nicht weiterspielen konnte, nach der Partie mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus musste. „Damit war unser Plan erledigt“, meinte Trainer Til Kittel.

Wieder war die Annahme die Schwäche des TVG. Deshalb kam der Angriff nur selten so gut in Position, dass Katharina Schillerwein und Sarah Overländer am furchteinflößenden Kölner Block vorbeigekommen wären – meistens kamen die Schläge postwendend zurück. Dazu kratzten die Kölnerinnen das, was am Block vorbeikam, immer irgendwie vom Hallenboden. So entwickelten sich zwar sehenswerte Ballwechsel, die aber quasi immer mit Kölner Jubel endeten. „Wir hatten Riesenprobleme in der Annahme und mussten uns so jeden Punkt hart erarbeiten“, sagte Kittel, sprach seiner Mannschaft aber das Bemühen nicht ab: „Man spielt manchmal auch nur so gut, wie der Gegner es zulässt.“ Kölns Trainer Jimmy Czimek lobte die Gladbeckerinnen sogar.

„Am Anfang der Sätze war es oft ausgeglichen, da haben wir wichtige Punkte gemacht“, analysierte Czimek. „Für einen Spitzenreiter wird es dann leichter, während der Druck immer größer wird, wenn man unten drinsteht.“ Apropos unten drin: Giants-Konkurrent Bad Laer holte einen Überraschungspunkt in Leverkusen, baute den Vorsprung gegenüber Gladbeck auf sieben Punkte aus. In drei Wochen kommt es zum direkten Duell – der allerletzte Strohhalm für die Giants.

TV Gladbeck GIANTS: Adolph, Agae, Becker, Borkenhagen, Döhnert, Emming, Friedrich, Janssen, Krefting, Möller, Overländer, Paß, Reinhold, Röwer, Schillerwein

WAZ - 26.02.2018, Philipp Ziser


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