Letzter Strohhalm für die Teams des TVG

Um ihre Minimalchance zu erhalten, müssen die Giants in Schwerin und Berlin gewinnen. Trainer Til Kittel hat aber Personalsorgen.

Durchhalteparolen gelten nicht mehr, jetzt zählen nur noch Punkte. Sowohl für die erste als auch für die zweite Volleyballmannschaft des TV Gladbeck gilt: Beim nächsten Fehltritt ist der Abstieg praktisch nicht mehr abzuwenden. Jetzt müssen Siege her – und für die TV Gladbeck Giants in der 2. Bundesliga Nord gleich doppelt.

Denn es geht erst am Samstag (16 Uhr) zum VCO Schwerin und Sonntag dann in der Hauptstadt gegen den BBSC Berlin (15 Uhr). „Wir müssen auf jeden Fall gewinnen“, sagt Trainer Til Kittel. Sechs Punkte auf den SV Bad Laer müssen die Gladbeckerinnen noch aufholen. Die beiden spielen noch im direkten Duell gegeneinander, beide spielen auch noch gegen Schlusslicht Schwerin. Ein weiteres Spiel müssen die Giants also mindestens noch gewinnen – und beim Blick aufs Restprogramm wird klar, dass das am Sonntag in der Hauptstadt geschehen sollte. Denn bis auf Schwerin, Berlin und Bad Laer spielt Gladbeck noch gegen die vier Teams, die aktuell die Ränge eins bis vier belegen.

„Berlin ist sehr erfahren und sehr eingespielt“, weiß TVG-Trainer Til Kittel, „sie haben ihre Stärken im Diagonalangriff, im Zuspiel und auf der Libera-Position. Wir sollten Vorteile in der Mitte haben und die müssen wir ausnutzen.“

Der Berlin Brandenburger Sportclub (BBSC) spielte als Aufsteiger eine sehr ordentlich Saison, präsentierte sich zuletzt aber auch einige Male „schwankend und anfällig“, wie Kittel es nennt. Auf einen Tierbreak-Sieg gegen Bad Laer folgte am Karnevals-Wochenende eine Tiebreak-Niederlage beim Tabellenzweiten Leverkusen. Eine schwere Hürde für die Gladbeckerinnen – aber eine, die sie nehmen müssen, um ein klein wenig Hoffnung auf den Klassenerhalt zu behalten.

Kittels Team muss an die starke Leistung gegen Hamburg anknüpfen, als man zwei Punkte liegen ließ. Das darf nun absolut nicht mehr passieren. Die Integration der Winterneuzugänge Katharina Schillerwein, Kayla Agae und Picabo Reinhold schreitet voran, besonders Schillerwein zeigte sich gegen Hamburg als echte Stütze. In dieser Woche lag der Trainingsbetrieb allerdings brach: „Das war personell nicht so dolle aufgrund einer Grippewelle“, erklärt Kittel, „ich weiß auch noch nicht, ob ich Samstagmorgen alle mitnehmen kann.“

Bevor es zum Endspiel nach Berlin geht, steht erst die absolote Pflichtaufgabe in Schwerin an. DasStützpunkt-Team spielt außer Konkurrenz und hat erst einen Punkt geholt. Til Kittel warnt aber: „Sie werden besser und haben zuletzt den einen oder anderen Satz gewonnen. Bald steht mit der EM-Qualifikation ihr Saison-Höhepunkt bevor – ich erwarte den Gegner in Topform.“ Es ist eins der wenigen Spiele, in das die Giants als Favorit gehen: „Und wir müssen unbedingt gewinnen: Das macht den Druck noch größer, es wird doppelt schwer.“ Andererseits: Wer in Schwerin nicht siegt, hat auch in der 2. Bundesliga nicht viel zu suchen.

Aus Schwerin geht es noch Samstagabend nach Berlin, wo die Mannschaft isst, übernachtet und auch noch eine Video-Analyse abhält. Kittel warnt aber davor, sich nur auf Berlin zu konzentrieren: „Erstmal müssen wir in Schwerin gewinnen, sonst kriegen wir unser Endspiel gar nicht.“

WAZ - 17.02.2018, Philipp Ziser


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