Neustart in der Regionalliga

TV Gladbeck meldet nicht für die Dritte Liga. Jil Döhnert, Katharina Friedrich und Steffi Krefting haben ihre Karriere beendet

Jil Döhnert

Katharina Friedrich

Steffi Krefting

Der TV Gladbeck orientiert sich nach dem Abstieg der Giants aus der Zweiten Frauenvolleyball-Bundesliga neu und wird deshalb in der Saison 2018/2019 nicht in der Dritten Liga antreten. Stattdessen schicken die Blau-Weißen ihre erste Mannschaft in der Regionalliga West an den Start und eine als Perspektivteam vorgesehene Zweitvertretung in der Oberliga Westfalen. Die Gegner der Ersten heißen zukünftig nicht mehr Berlin, Hamburg oder Leverkusen, sondern Aachen, Köln und Langenfeld.

Trio hat Karriere beendet
„Es war schlicht und ergreifend nicht möglich, einen schlagkräftigen Kader für die Dritte Liga zusammenzustellen“, begründet Andreas Packeisen den Schritt, die erste Mannschaft in der Regionalliga zu melden. Der Geschäftsführer der Volleyballabteilung im TVG bezeichnet dies im Gespräch mit der WAZ als „vernünftige Entscheidung“.

Der TV Gladbeck wird eine völlig neu formierte Mannschaft ins Punkterennen der vierthöchsten Spielklasse schicken. Eine pure Notwendigkeit, weil die meisten Aktiven aus dem Zweitliga-Aufgebot der vergangenen, vermaledeiten Saison aus verschiedenen Gründen nicht mehr an der Konrad-Adenauer-Allee Volleyball spielen werden.

In Katharina Friedrich, Jil Döhnert und Steffi Krefting haben etwa drei langjährige Stammkräfte ihre Karriere beendet. Gerade auf dieses Trio konnte der TVG in der Vergangenheit immer bauen. Zur Erinnerung: Krefting war sage und schreibe 16 Jahre lang für die Blau-Weißen aktiv, Kapitänin und Identifikationsfigur Friedrich insgesamt acht und die Erstliga-erfahrene Döhnert immerhin sechs. „Eine derartige Vereinstreue“, betont Packeisen, „ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich. Auch dafür möchten wir uns insbesondere bei Steffi, Katha und Jil bedanken. Unser Dank gilt natürlich auch allen anderen Spielerinnen, Trainern und Betreuern, die jahrelang ihre Beiträge zum Gelingen des Bundesliga-Projektes geleistet haben.“

Einige Spielerinnen hat Andreas Packeisen bereits für die Regionalliga- und die Oberliga-Mannschaft gewinnen können. Ungeachtet dessen sucht der Geschäftsführer noch die eine oder andere Aktive - etwa eine Außen- und eine Mittelangreiferin: „Wir nehmen gerne noch Spielerinnen auf.“ Und wie sieht’s mit den Trainern aus? Beide Teams werden von neuen Trainern betreut, die der Klub schon bald präsentieren wird.

„Mit unserer Neuausrichtung“, betont Packeisen, „werden wir auch dem Anspruch unserer intensiven Jugendarbeit gerecht.“ Der Nachwuchs am Landesleistungsstützpunkt Gladbeck brauche eine sportliche Perspektive. „Diese Perspektive“, so der Geschäftsführer der Volleyball-Abteilung, „können wir unseren Talenten zunächst mit einer Mannschaft in der Regionalliga geben.“

Die jüngsten Erfolge im Jugendbereich - in nicht weniger als vier Altersklassen haben die Blau-Weißen sich in diesem Jahr für die Westdeutschen Meisterschaften qualifiziert, die U12 des TVG sicherte sich am vergangenen Wochenende sogar den Titel (ein ausführlicher Bericht folgt) - machen Andreas Packeisen Mut: „Das zeigt, dass wir in der Nachwuchsarbeit beizeiten die richtigen Hebel in Bewegung gesetzt haben.“ Es werde nicht mehr allzu lange dauern, bis die ersten Eigengewächse Anschluss an die zweite oder sogar erste Mannschaft schaffen, prophezeit Packeisen.

Er selbst guckte sich die Jugend kürzlich bei den Westdeutschen der weiblichen U16 in Aachen an und war von den Vorstellungen des von Carsten und Britta Knoth trainierten Teams des TVG angetan. „Es hat mit Leidenschaft und sehr viel Verve gespielt“, so Packeisen.

Leidenschaft und Verve, das hört sich doch gut an...

WAZ - 09.05.2018, Thomas Dieckhoff


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