TV Gladbeck rutscht nach unten ab

Giants unterliegen zu Hause mit 0:3 gegen den BBSC Berlin. Die Gladbecker verlieren Mitte des zweiten Satzes den Faden

 

TV Gladbeck Giants - BBSC Berlin -- 0:3 (23:25, 19:25, 19:25)

Am Samstag feierte Til Kittel, Trainer des TV Gladbeck, seinen 39. Geburtstag. Seine Mannschaft konnte ihm am Folgetag kein persönliches Geschenk machen. Der erste Satz ließ ihn noch auf einen Sieg hoffen. Im zweiten Satz verloren seine Frauen allerdings völlig den Faden und kassierten letztlich die vierte Pleite in Folge. Jetzt stehen sie auf einem Abstiegsplatz.

Berlin hatte das richtige Mittel
Kurz nach dem Spiel konnte das Geburtstagskind noch nicht wirklich ausmachen, wieso sein Team keine Antworten gefunden hat. „Wenn das immer so einfach wäre“, musste er schmunzeln. „Wir waren im Angriff nicht mehr so durchschlagskräftig. Vielleicht hat Berlin mit den kurzen Bällen auch das richtige Mittel gegen uns gefunden.“

Die Giants erwischten eigentlich eine gute Anfangsphase und lagen schnell vorne. Die Berliner erkämpften sich erst beim 20:19 die erste Führung im Spiel. Marschierten von da an aber vorne weg. „Ich habe das Spiel schon enger erwartet. Das hat der erste Satz auch gezeigt.“, meinte BBSC-Coach Robert Pultke, später im Trainergespräch.

Die bereits erwähnten kurzen Bälle hatte Til Kittel vor dem Spiel angesprochen. Und eine feste Verteidigerin zugeteilt. „Da haben wir heute sicher eine schlechte Blockabwehr gespielt. Die Blöcke wären heute wichtig gewesen“, analysierte der TVG-Trainer.

Berliner haben richtig Spaß
Von jetzt an beschreiben die Reaktionen der Berliner Auswechselbank das Spiel ganz gut. In den kurzen Pausen tänzelten die in pink gekleideten Hauptstädter zu den Songs mit und schmissen die Arme nach oben. Denn sie hatten jetzt Punkt um Punkt zu feiern.

Abgezockt lupften sie teilweise die Bälle über den Giants-Block. Sie entschieden den zweiten Satz klar mit 25:19 für sich. „Aufholjagd!“ Das forderte der Sprecher in der Artur-Schirrmacher-Halle jetzt. „Wir konnten keine Schippe mehr zulegen“, ärgerte sich Kittel. Und so kam der TVG nicht mehr zurück. Im Gegenteil.

Kurz nach der Ansage des Hallensprechers spuckte die Anzeige eine 8:1-Führung für den BBSC aus. „Wir waren im dritten Satz an mehr Bällen dran, die wir wiederum dann nicht verwerten“, sagte Kittel. Am fehlenden Selbstvertrauen nach den drei Niederlagen in Serie habe das aber nicht gelegene. „Ich glaube nicht, dass wir ein Kopfproblem haben“, widersprach Kittel. „Es wird natürlich nicht leichter, wenn man anfängt, jetzt viel zu verlieren. Aber wir können das in zwei Wochen ja schon wieder besser machen.“

Und so klatschte die Berliner Reservebank, die sowieso schon bester Laune war, lautstark den Matchball zum 25:19 ein. Sie streckten die Arme in die Luft zu einem V. Und riefen „Huh! Huh!, Huh!“. Ihnen war der Geburtstag von Til Kittel sichtlich egal.

TV Gladbeck Giants: Paß, Overländer, Röwer, Becker, Janssen, Borkenhagen, Möller, Döhnert, Adolph, Emming

WAZ - 06.11.2017, Jonas Ortmann


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